Methoden
Die lerntherapeutische Arbeit setzt ein einfühlsames und
verständnisvolles Vorgehen und Handeln voraus, sodass eine entspannte
und von Spaß geprägte Arbeitsatmosphäre möglich wird.
Alle Methoden und Materialien zielen darauf ab, möglichst viele
unterschiedliche Wahrnehmungskanäle anzusprechen, um so die Effektivität
des Lernens zu erhöhen.
Im Vordergrund stehen langjährig bewährte und zum wesentlichen Teil
wissenschaftlich fundierte Förderprogramme und Materialien, die ein
gezieltes Arbeiten in den Schwerpunkten Lesen, Schreiben und Rechnen
ermöglichen, wie zum Beispiel
Kieler Lese- und Rechtschreibaufbau
Dies ist ein lautgetreuer Leselehrgang, der systematisch in kleinen
Schritten mit Hilfe von Lautgebärden und Silbenteppichen arbeitet. Der
sich anschließende Rechtschreibaufbau behandelt die orthografischen
Schwierigkeiten und unterstützt den Lese- und Schreiblernprozess.
Marburger Rechtschreibtraining
Hier handelt es sich um ein regelgeleitetes Förderprogramm in 12 Stufen
für rechtschreibschwache Kinder, die damit systematisch
Lösungsstrategien erarbeiten.
Kieler Zahlenbilder
Sie fördern den Aufbau eines grundlegenden mathematischen Verständnisses
mit Hilfe spezieller Zahlenbilder und der Verbalisierung jedes
Arbeitsschrittes.
Die Kühnel'schen Zahlenbilder
Der systematische Zahlenaufbau erfolgt durch in horizontaler Doppelreihe
angeordnete Zahlenbilder, die durch ihre konstante Form und klare
Struktur mathematisches Denken erleichtern.
Parallel dazu werden zur Verbesserung der allgemeinen
Lernvoraussetzungen geeignete Methoden aus den Bereichen der
Verhaltenstherapie, der Ergotherapie, der Suggestopädie, der Edu-
Kinestetik und der Entspannung in die Arbeit integriert.
Konzentrationstraining
Das Marburger Konzentrationstraining arbeitet mit der Methode der
positiven Verstärkung und Selbstinstruktion aus der Verhaltenstherapie
und fördert gezielt die Konzentration.
Übungen zur Feinmotorik, Wahrnehmung, Denk- und Merkfähigkeit und zur
Entspannung erhöhen die Effektivität.
Entspannungsübungen
Entspannungsgeschichten wie z.B. die "Kapitän-Nemo-Geschichten gegen
Angst und Stress" integrieren Übungen aus dem Autogenen Training.
Gezielte Informationen zur Entspannung und die Methode der
Selbstinstruktion in Form von Merksprüchen führen zum Abbau von
ängstlicher Erregung und motorischer Unruhe.
Edu-Kinestetik
Aus der Gehirnforschung ist bekannt, dass beiden Gehirnhälften
unterschiedliche Fähigkeiten zugeordnet werden. Ein erfolgreiches und
vollständiges Lernen ist nur möglich, wenn der Integrationsmechanismus
des gesamten Gehirns funktioniert.
Die Edu-Kinesiologie, mit BRAIN-GYM (Gehirngymnastik) bezeichnet,
ermöglicht durch einfache Bewegungsabläufe den Zugang zu den Teilen des
Gehirns, die vorher nicht zugänglich waren. Dadurch wird ein Lernen mit
dem ganzen Gehirn möglich, Lernblockaden können abgebaut und Fähigkeiten
gezielt gefördert werden. So gibt es z.B. gezielte Übungen zur
Verbesserung der Lese- Rechtschreib- und Rechenleistung und zur
Förderung des emotionalen Gleichgewichts.
Wahrnehmungsförderung
Die visuelle Wahrnehmung ist fast an jeder unserer Handlungen beteiligt.
Auf Grund ihrer Leistungsfähigkeit lernen Kinder Lesen, Schreiben und
Rechnen sowie die weiteren schulischen Fertigkeiten.
Wahrnehmungsstörungen speziell im visuellen Bereich beeinträchtigen z.B.
das Zusammenspiel der Augen und Hände; die Fähigkeit eine Figur vor
ihrem Hintergrund zu erkennen; das Erfassen räumlicher Beziehungen.
Diese Fertigkeiten werden mit einem Programm gezielt gefördert.